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Russland 2003,86 min,
OmengU Regie: Gulschad Omarowa
Darst.: O.Nusupbajew, E.Tabischew, O.Landina
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Pressemitteilung
(doc)
 
„Schizo" ist der unschone
Spitzname des 15- jahrigen Mustafa. Seine Klassenkameraden hanseln ihn
damit. Er selbst jedoch, als ware er vollkommen unempfindlich fur die beabsichtigte
Beleidigung, stellt sich Fremden gegenuber damit vor. Schizas Gleichmut
weist auf sein eigentliches ntwicklungsproblem hin - er ist eher autistisch
als schizophren. Aber im Film geht es nicht um klinische Diagnosen. Schizos
Isoliertheit und seine schwerfalligen Reaktionen fallen im Grunde kaum auf
in der Atmosphare allgemeiner sozialer Lethargie, die das Leben in der
kasachischen Provinz pragt. Tatsachlich irritiert bei ihm auf den ersten
Blick eine andere Art des Gespaltenseins. Die jungenhaft, schmachtige Figur
lasst Schiza einerseits als Spatentwickler erscheinen, sein ernsthaftes
Auftreten zeugt andererseits von irritierender Erfahrenheit. Der Freund der
Mutter besorgt ihm einen Job als Anwerber fur illegale Faustkampfe.
Zunachst will Schizo sich um jeden Preis bei der neuen Arbeit bewahren; als
er verhaftet wird , schweigt er eisern. Doch dann bekommt er eines Nachts
mit, wie einer der angeworbenen Boxer nach dem Kampf achtlos seinen
Verletzungen uberlassen wird. Der Sterbende kann ihm gerade noch das
Preisgeld und die Adresse seiner Frau anvertrauen. Als er Zinka das Geld
bringt beginnt eine zunachst vollig materielle Beziehung, die sich ganz auf
Not und Bedurftigkeit grundet. Schwankend zwischen dem Drang, der
erwachsenen Frau gegenuber den richtigen Mann zu mimen und dem Reiz, mit
ihrem kleinen Sohn in kindliche Spiele zu verfallen, wird fur Schizo bald
mehr daraus.
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